Der «Maulkorb» als Knebel der Wissenschaftsfreiheit?

Die Corona-Taskforce des Bundes ist nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Nach hitzigen Diskussionen entschied der Nationalrat, ihr doch keinen «Maulkorb» zu verpassen. Spätestens damit ist die Diskussion zu Einschränkungen wissenschaftlicher Freiheit auch in der Schweiz angekommen.

Auf den ersten Blick hätte man die Frage, ob die Wissenschaft frei sei, kaum für möglich gehalten. Denn Zensur und die direktdemokratische Schweiz – das passt doch nicht zusammen. In der Tat gibt es aktuell an schweizerischen Universitäten eine verschwindend geringe Anzahl bekannter Fälle von politisch motivierten Redeverboten oder Forderungen zur Entlassung von Professorinnen und Professoren, wie das in jüngster Zeit an US-amerikanischen und deutschen Universitäten der Fall ist. Nimmt man die kritischen Stimmen zum Zustand der Wissenschaftskultur hingegen ernst, wie sie zum Beispiel aus dem jüngst gegründeten «Netzwerk Wissenschaftsfreiheit» tönen, liegt die Sache anders. Der heiß diskutierte «Maulkorb» für die Corona-Taskforce führt uns in die Untiefen politischer, ideologischer und moralischer Beschneidungen der Wissenschaftsfreiheit in der internationalen und auch in der Schweizer Forschungslandschaft.

Den gesamten Artikel zu Forschungsfreiheit und Wissenschaftskultur in der Schweiz finden Sie kostenfrei auf der Website der Zeitung Die Ostschweiz.

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